SVH verpasst vorzeitigen Klassenerhalt trotz Überzahl über 60 Minuten

Mit einem 1:1-Unentschieden trennten sich der SV Haisterkirch und der SV Amtzell am vorletzten Spieltag – ein Zähler der beiden Teams ein wenig weiterhilft, jedoch auch bei beiden Teams den vorzeitigen Klassenerhalt verhindert. Die Gäste aus Amtzell starteten besser in die Partie und kamen zu ersten Gelegenheiten. Dominik Brecht versuchte es aus 20 m, doch Klaus Eisenbarth im Tor des SVH, der Stammtorhüter Haibel routiniert vertrat, hielt den Ball sicher.

Nur wenig später kam Tobias Trinks nach einer Hereingabe aus 5 m zum Abschluss, setzte den Ball aber über die Latte. Der SVH tat sich schwer die spürbare Nervosität abzulegen, die Gäste hatten hier Vorteile und kamen durch einen Distanzschuss von Dominik Brecht zur nächsten Gelegenheit. Nach einer Viertelstunde ging Jakob Schuschkewitz auf links durch, Gästekeeper Pirmin Barensteiner lenkte den Ball aber zur Ecke. Nach dieser kam Daniel Ströbele aus 20 m zum Schuss, der Ball ging jedoch knapp vorbei.

Dies sollten jedoch die letzten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten der ersten Halbzeit gewesen sein. Der einzige Aufreger vor dem Seitenwechsel gab es nach einem Zweikampf am Strafraum des SVH – Sven Christberger schlug danach genau vor den Augen des Unparteiischen nach und wurde folgerichtig mit rot vom Platz gestellt. Diese Überzahl sollte sich jedoch im weiteren Spielverlauf nicht wirklich bemerkbar machen, der SVH konnte dies nicht für sich nutzen und auch keinen Vorteil daraus ziehen.

Die zweiten Halbzeit begann mit einem wahren Nackenschlag für den SVH – Dominik Brecht spielte den Ball in den Strafraum auf Tobias Trinks, der setzt sich gut durch und liess Torhüter Klaus Eisenbarth aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance. Die Gäste zogen sich jetzt noch ein paar Meter weiter zurück, bereits nach dem Platzverweis hatten sie konsequenterweise die Defensive verstärkt und machten die Räume vor dem Strafraum entsprechend eng. Dem SVH fiel gegen dieses Abwehrbollwerk überhaupt nichts ein, zu statisch und durchsichtig präsentierten sich die Spielzüge, sofern diese zustande kamen. Vor allem im Spiel ohne Ball fehlte die letzte Konsequenz und auch der Wille Laufstrecken ggf. umsonst zu machen. Da die Gäste jetzt auch nicht unbedingt auf Konter lauerten, gab es bis zur 84. Minute nach dem Führungtreffer des SVA keinerlei Torchanchen auf beiden Seiten zu verzeichnen. Dann war wieder einmal Torjäger Jakob Schuschkewitz, dem ansonsten doch deutlich die Räume und Anspiele fehlten, nach einem Eckball zur Stelle und köpfte den Ball via Innenpfosten zum 1:1 ins Netz.

Kurz darauf hatte der SVH nochmals eine Möglichkeit, doch letztendlich blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden, das beiden Teams die Möglichkeit offen lässt, am letzten Spieltag den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Um ganz sicher zu gehen, muss der SVH am letzten Spieltag in Bad Wurzach gewinnen, dann wäre der Klassenverbleib unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz geschafft. Darauf sollte sich die Mannschaft jetzt auch konzentrieren und keinerlei Rechenspiele anstellen, was wäre wenn in diesem verrückten Abstiegskampf – sieben Teams droht neben der SG Baienfurt der Abstieg bzw. er Relegationsplatz – ein hochspannendes und emotionales Saisonfinale ist damit sicher.

Aufstellungen:

SVH: Eisenbarth, D. Ströbele, M. Ströbele (71. Steiner), Bosch, Botzenhardt, M. Matt (79. Hermann), Lutolli (82. K. Matt), Schuschkewitz, Allgäuer, Frick, Nothhelfer;

SVA: Barensteiner, Birk, P. Trinks, Brunold, Christberger, T. Baumann, Brecht (73. Natterer), T. Trinks (64. J. Baumann), Delle, J. Müller, Eberle (83. Nghiem Duc)

Tore:

0:1 Tobias Trinks (47.), 1:1 Jakob Schuschkewitz (84.)

Zuschauer:

220

Schiedsrichter:

Christioph Brudi, Trochtelfingen

besondere Vorkomnisse:

rote Karte für Sven Christberger, SVA nach einer Tätlichkeit (34.)